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Gerüstarbeiten in der Nähe einer spannungsführenden Anlage

  • Was ist passiert?

    Eine Gerüstbaumannschaft wurde beauftragt, in unmittelbarer Nähe von nicht freigeschalteten, spannungsführenden Strommastbauteilen und Oberleitungen ein Gerüst aufzubauen, um einen neuen elektrischen Anschlusspunkt zu installieren.

    Die Gerüstbaumannschaft war sich nicht bewusst, dass die Anlage spannungsführend war.

    Während die Mannschaft das Gerüst aufbaute, erkannte ein aufsichtsführender Mitarbeiter die Hochspannungsgefahr und ließ die Arbeiten sofort unterbrechen.

    Ein Arbeiter stand auf einem Gerüst in etwa 2 Meter Höhe bei Gerüstarbeiten in unmittelbarer Nähe von Strommastbauteilen und Oberleitungen.
  • Warum ist das passiert?

    Im Arbeitsumfang wurde die Notwendigkeit einer Freischaltung vor Beginn der Gerüstarbeiten indentifiziert. Fehler beim Erlaubnisscheinverfahren und Genehmigungsverfahren für Heißarbeiten bedeuteten jedoch, dass der Arbeitsumfang unzureichend war und relevante Arbeitsaufgaben und damit verbundene Gefahren nicht berücksichtigt wurden.

    Es wurde nicht erkannt, dass für die Gerüstbauarbeiten ein kollektiver Erlaubnisschein eingeholt werden muss.

    Auf der Baustelle fand eine Sicherheitsbesprechung für Auftragnehmer statt, bei der eine Freischaltung besprochen wurde. Die Gerüstbaumannschaft nahm jedoch nicht teil.

    Da es vor dem Beginn der Arbeiten keine effektive Kommunikation und Baustellenbegehung gab, kam es dazu, dass die Gerüstbaumannschaft ohne wirksame Energietrennung arbeitete.

    Das Gerüst vor den nicht freigeschalteten, spannungsführenden Strommastbauteilen und Oberleitungen
  • Welche Lehren wurden daraus gezogen?

    Sorgen Sie für ausreichende Kenntnis und adäquates Verständnis in Bezug auf Folgendes:

    • Wie das Erlaubnisscheinverfahren auf Ihren Arbeitsumfang zutrifft und wann Erlaubnisscheine erforderlich sind
    • Das Standardverfahren für die Energietrennung und seine Anwendung auf Ihre spezifischen Arbeitsaufgaben

    Überprüfen und verbessern Sie das Elaubnisscheinverfahren. Nehmen Sie gegebenenfalls Verfahren auf, die sich auf Elektroarbeiten und die Arbeitskontrolle konzentrieren (Feldausführung, Governance, Verifizierung).

    Planen Sie stets eine Besprechung und Arbeitsplatzbegehung mit allen beteiligten Mitarbeitern vor dem Beginn der Arbeiten ein, um kritische und hochgefährliche Aktivitäten zu identifizieren.

    Bekräftigen Sie in Arbeitsschutzbesprechungen die Notwendigkeit, veränderte Bedingungen neu zu bewerten sowie die Befugnis der Arbeiter, ihre Arbeiten gegebenenfalls zu unterbrechen.

    Wenn mehrere Erlaubnisscheine erforderlich sind, erwägen Sie den Einsatz eines übergeordneten Betriebskoordinators/Projektmanagers.

    Führen Sie gegebenenfalls Schulungen/Auffrischungskurse für Auftragnehmer zum Thema Energietrennung, Rollen und Verantwortlichkeiten im Rahmen des Erlaubnisscheins, Gefahrenerkennung und sichere Abstände zwischen spannungsführenden Anlagen und Gerüstflächen durch.

    What learn - icon
  • Fragen Sie sich selbst oder Ihr Team

    Wie kann es bei uns zu so einem Vorfall kommen?

    Wie stellen wir sicher, dass die richtigen (oder alle) Mitarbeiter an den Arbeitsschutzbesprechungen teilnehmen?

    Was hätte passieren können, wenn der Vorgesetzte die Hochspannungsgefahr nicht erkannt und die Arbeiten nicht unterbrochen hätte?

    Waren Sie jemals in einer ähnlichen Situation als Mitglied eines Auftragnehmerteams? Wie kam es dazu?

    Sind sich sich voll und ganz im Klaren, wann ein Erlaubnisschein erforderlich ist? Wie können wir das Erlaubnisscheinsystem besser nutzen?

    Ask your crew - icon
Veröffentlicht am 13/11/19 101 Aufrufe 0 likes

Eine Gerüstbaumannschaft wurde beauftragt, ein Gerüst im Abstand von 5 Metern/15 Fuß zu einer spannungsführenden, nicht freigeschaltenen Anlage zu errichten. Die Arbeiten begannen, ohne dass die Arbeiter wussten, dass die Anlage spannungsführend war. Ein aufsichtsführender Mitarbeiter bemerkte die Hochspannungsgefahr und ließ die Arbeiten sofort unterbrechen.